Kurze Einführung in die Kurzwelle
und DW Sendepläne (Wetter)

Ausbreitung - Empfang - Übersicht - Wetterfax - Telex

> Stand 15.02.2007 <

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Der Standard-Bereich beim Radio ist UKW, Ultrakurzwelle (engl. FM). Daneben gibt es dann noch Mittelwelle (MW) und die Langwelle (LW). Doch auf manchen älteren Kofferradios und Taschenradios findet sich noch so ein merkwürdiger Bereich namens KW oder SW, oftmals in mehreren Teilen. Meistens ist dort scheinbar außer Quietschen und Pfeifen nicht viel zu hören.

Das ist ein großer Irrtum!

In diesem Bereich, der Kurzwelle, gibt es nämlich viele Rundfunksender aus allen Teilen der Erde zu hören, und des öfteren sogar auf deutsch! Deutschsprachige Programme werden sogar von Sendern aus Gegenden ausgestrahlt, von denen man das nicht unbedingt erwartet, wie z.B. Korea oder Ecuador. Und neben den Rundfunksendern gibt es hier noch die Amateurfunker und kommerzielle Nutzer. Damit die sich nicht alle in die Quere kommen, hat man international die Frequenzzuweisungen festgelegt:

Gesamter KW-Bereich: 3000 bis 30000 kHz

Vergleich:

  • Mittelwelle 531 bis 1611 kHz
  • UKW 87500 bis 108000 kHz / 87,5 bis 108 MHz

Die Kurzwelle ist also ein recht großer Bereich, der über der MW, aber weit unterhalb des UKW-Bereichs liegt. In den unterschiedlichen Regionen der Kurzwelle sind die Ausbreitungsbedingungen recht verschieden, aber davon später.

Zur Ausbreitung auf der kurzen Welle:

Kurzwellen werden von bestimmten ionisierten Schichten in der Ionosphäre reflektiert, wodurch große Reichweiten möglich sind. Die Ausbreitung auf den unteren KW-Bändern (bis vielleicht 41m) ähnelt denen auf der Mittelwelle - tagsüber wenig oder gar nichts, aber abends, morgens und nachts viele Sender. Auf den obersten KW-Bändern ab 16m erfolgt die Ausbreitung immer im Licht, d.h. die Übertragungsstrecke sollte möglichst vollständig auf der Tagseite der Erde liegen.

Die Bänder in der Mitte sind meist Allroundbänder, d.h. sie bieten tagsüber und nachts Empfangsmöglichkeiten, wobei die Ausbreitung z.B. auf 31m mehr der auf den unteren, diejenige auf 19m eher der Ausbreitung auf den oberen Bändern ähnelt. Diese Ausbreitungseigenschaften rühren daher, daß tagsüber die sogenannte Tagesdämpfung, die proportional zur Wellenlänge (und somit antiproportional zur Frequenz) ist, stark ansteigt, wodurch die unteren Frequenzen sehr stark gedämpft werden (wodurch mittags auch mit dem allerbesten Empfänger kein Tropenbandempfang möglich ist). Etwas verzögert steigt die obere Grenzfrequenz der reflektierenden Ionosphärenschichten (und damit auch die höchste benutzbare Frequenz, die MUF), wodurch mittags und nachmittags hohe Frequenzen, denen die Dämpfung kaum etwas ausmacht, besonders gut übertragen werden. Bei Einbruch der Dunkelheit verschwindet die Tagesdämpfung sehr schnell (darum heißt sie wohl auch so), während die obere Grenzfrequenz nur langsam absinkt: Kurz nach der Dämmerung kommen auf den mittleren Bändern die am weitesten entfernten Sender herein.

Auch im Verlauf der Jahreszeiten ändern sich die Ausbreitungseigenschaften, was, wie viele nicht wissen, ein Grund für häufige Sendeplanwechsel ist: Bisher wurden die Sendepläne viermal im Jahr gewechselt, jetzt (zum Glück?) nur noch zweimal.

Im übrigen; man sollte von der Kurzwelle bitte NIEMALS HiFi-Qualität erwarten: Die Signale legen lange Strecken zurück und werden u. U. mehrfach reflektiert (und auch noch in zwei Frequenzen aufgespalten und nach somit unterschiedlichen Ausbreitungswegen und vor allem -zeiten wieder zusammengesetzt, was dann zu Schwunderscheinungen [Fading, Schwankungen der Signalstärke] führt, und wegen des beschränkten Platzes reicht der Frequenzgang bis höchstens 2,5 kHz (LW/MW: 4,5 kHz, UKW: 15kHz). Wer Mittelwelle nicht als grausiges Gequietsche ansieht (bzw. -hört), dürfte jedoch damit kaum Schwierigkeiten haben. Das gilt im übrigen auch umgekehrt.

Außerdem wird ein Sender nie länger als ein paar Stunden am Stück zu hören sein, wenn man von den paar "Ortssendern" in der näheren Umgebung (z.B. Deutsche Welle auf 6075 kHz) einmal absieht.

Was man zum KW-Empfang braucht

Für die ersten Empfangsversuche in punkto KW-Rundfunk reicht ein Kofferradio mit Kurzwelle aus. Die Richtung der ausgezogenen Teleskopantenne ist bei Kurzwelle - anders als bei UKW - weitgehend egal. Der Empfänger sollte aber unbedingt am Fenster stehen, da ist meist der beste Empfang!

Wer kein Koffer- oder Taschenradio mit KW hat oder wer ganz einfach mehr Rundfunksender oder die "anderen" Funkdienste hören will, sollte bzw. muß sich einen sogenannten Weltempfänger anschaffen. Diese (meist tragbaren) Radios sind speziell für Kurzwelle optimiert und bringen weit bessere Ergebnisse als irgendein altes Kofferradio.

Aber: Weltempfänger ist nicht gleich Weltempfänger. Da gibt es nämlich auch Geräte um die 150 Euro, die ebenfalls als Weltempfänger bezeichnet werden. Sie bieten vernünftigen Empfang, aber für mehr als Rundfunk lassen sie sich nicht verwenden. Ganz schlecht sieht es bei Preisen von unter 100 Euro aus - von so billigen Einfachgeräten ist (für Weltempfangszwecke) abzuraten, es sei denn, man will nur mal die stärkeren Sender hören, um sich ein Bild von der Kurzwelle zu machen. Ein richtiger Weltempfänger kostet ab etwa 300 Euro. Beliebt sind Geräte um 500 Euro, und dann gibt es dann noch die Stationsempfänger, die meist jenseits von 1000 Euro liegen und an eine Außenantenne angeschlossen werden.

Es gibt KW-taugliche Radios in analoger und digitaler Ausführung, d.h. entweder mit Zeiger und Skala (bei preiswerten Geräten) oder mit digitaler Frequenzanzeige und -einstellung.

Eine allgemeine Übersicht:

  • Ein Gerät für 300 Euro und darüber sollte eigentlich für den Rundfunkempfang dicke ausreichen und ist da viel besser und außerdem genauer in der Anzeige der Frequenz als irgendein altes analoges Radio mit womöglich nur einem einzigen Kurzwellenbereich von 5,9 bis 18 MHz.
  • Geräte für um die 1000 Mark sind dann auch schon für Amateurfunk-DX gut geeignet.
  • Und mehr als ausreichende Empfangsleistungen bieten dann Stationsempfänger für mehr als 1000 Euro, was aber nicht heißt, daß sie perfekt sind. Es gibt auch bei ihnen große Leistungsunterschiede. Die Anschaffung eines Stationsempfängers lohnt aber nur, wenn man den wirklich schwierigen Rundfunksendern nachjagen will oder auf den Empfang der "anderen" Funkdienste besonderen Wert legt. Vor allem muß man eine Außenantenne aufstellen können oder zumindest eine Anbringungsmöglichkeit für eine sog. Aktivantenne haben.

 

 

Info: Der Seewetterbericht im deutschen Programm der Deutschen Welle wurde eingestellt.

 

DWD transmit (Radio amateur)
DDH47 147,3 kHZ (only DWD)
DL0SWA 80 - 40 - 20 m amateur band, with aproximate 1 watt only

cq ddh47 es dl0swa (MHz) k
(MHz = 3 - 7 - 14 DWD receive)

 

Sendeplan DWD RTTY Telex und DWD Wetterfax:

Funkfernschreibausstrahlungen des Deutschen Wetterdienstes für die Schifffahrt
über Sender Deutscher Wetterdienst, Offenbach (Main ) / Pinneberg ( DDH, DDK )

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Frequenzen     Leistung Betriebsart Geschw. Hub
147,3 kHz DDH 47 05.00 - 22.00 UTC 20 kW F1B 50 Baud + / - 42,5 Hz
14467,3 kHz DDH 8 05.00 - 22.00 UTC 1 kW F1B 50 Baud + / - 225 Hz
11039 kHz DDH 9 05.00 - 22.00 UTC 1 kW F1B 50 Baud + / - 225 Hz
4583 kHz DDK 2 00.00 - 24.00 UTC 1 kW F1B 50 Baud + / - 225 Hz
7646 kHz DDH 7 00.00 - 24.00 UTC 1 kW F1B 50 Baud + / - 225 Hz
10100,8 kHz DDK 9 00.00 - 24.00 UTC 10 kW F1B 50 Baud + / - 225 Hz