Erdbeben, aktuell Costa del Sol

Erdbeben, der letzten 10 Tage in Spanien:



Erdbebenmonitor weltweit:

Erdbebenkarte der letzten 31 Tage:

Das Neueste - 24 Stunden - 1 - 4 Tage - 4 - 7 Tage - 7 - 31 Tage

 

 

Der Erdbeben-Monitor durchsucht tagsüber alle halbe Stunde (nachts seltener) das Web nach Erdbeben-Informationen und stellt sie zu einer übersichtlichen Liste und weiteren Dateien zusammen. Dabei lege ich Wert darauf, dass auch die kleineren Nahbeben (> 2 Stärke) aufgelistet werden.

Um eine grosse Überfülle an Erdbeben-Einträgen zu verhindern, nehme ich die Erdbeben eher einzeln in die Liste auf. Dicht darauf folgende Nachbeben-Schwärme werden nicht aufgenommen. Nur Nachbeben in deutlicherem zeitlichen Abstand werden extra aufgelistet. (Wer eine umfangreiche Liste aller Erdbeben sehen will, kann dies bei http://www.emsc-csem.org/cgi-bin/ALERT_all_messages.sh?1 tun)

Alarmstufen

Die Alarmstufe wird aus der Anzahl der Erdbeben und der Stärke des stärksten Erdbebens zusammengestellt.

http://survival.4u.org/bilder/erdbeben/e-alarm-0-gr-farbe.gif  0 - 6 Erdbeben, Max-Stärke:  < 6
http://survival.4u.org/bilder/erdbeben/e-alarm-1-gr-farbe.gif  7 - 9 Erdbeben, Max-Stärke: 6 - 6.5
http://survival.4u.org/bilder/erdbeben/e-alarm-2-gr-farbe.gif 10 - 13 Erdbeben, Max-Stärke: 6.6 - 7
http://survival.4u.org/bilder/erdbeben/e-alarm-3-gr-farbe.gif 14+ Erdbeben, Max-Stärke:  > 7

 

Kurzform der makroseismischen Intensitätsskala EMS-98

EMS
Intensität
Definition Beschreibung der maximalen Wirkungen
(stark verkürzt)
I nicht fühlbar Nicht fühlbar.
II kaum
bemerkbar
Nur sehr vereinzelt von ruhenden Personen wahrgenommen.
III schwach Von wenigen Personen in Gebäuden wahrgenommen.
Ruhende Personen fühlen ein leichtes Schwingen oder Erschüt-tern.
IV deutlich Im Freien vereinzelt, in Gebäuden von vielen Personen wahrge-nommen. Einige Schlafende erwachen. Geschirr und Fenster klirren, Türen klappern.
V stark Im Freien von wenigen, in Gebäuden von den meisten Personen wahrgenommen. Viele Schlafende erwachen. Wenige werden verängstigt. Gebäude werden insgesamt erschüttert. Hängende Gegenstände pendeln stark, kleine Gegenstände werden verschoben. Türen und Fenster schlagen auf oder zu.
VI leichte
Gebäudeschäden
Viele Personen erschrecken und flüchten ins Freie. Einige Ge-genstände fallen um. An vielen Häusern, vornehmlich in schlechterem Zustand, entstehen leichte Schäden wie feine Mau-errisse und das Abfallen von z. B. kleinen Verputzteilen.
VII Gebäudeschäden Die meisten Personen erschrecken und flüchten ins Freie. Möbel werden verschoben. Gegenstände fallen in großen Mengen aus Regalen. An vielen Häusern solider Bauart treten mäßige Schäden auf (kleine Mauerrisse, Abfall von Putz, Herabfallen von Schornsteinteilen). Vornehmlich Gebäude in schlechterem Zu-stand zeigen größere Mauerrisse und Einsturz von Zwischen-wänden.
VIII schwere
Gebäudeschäden
Viele Personen verlieren das Gleichgewicht. An vielen Gebäu-den einfacher Bausubstanz treten schwere Schäden auf; d. h. Giebelteile und Dachsimse stürzen ein. Einige Gebäude sehr einfacher Bauart stürzen ein.
IX zerstörend Allgemeine Panik unter den Betroffenen. Sogar gut gebaute gewöhnliche Bauten zeigen sehr schwere Schäden und teilwei-sen Einsturz
X sehr zerstörend Viele gut gebaute Häuser werden zerstört oder erleiden schwere Beschädigungen.
XI verwüstend Die meisten Bauwerke, selbst einige mit gutem erdbebengerech-tem Konstruktionsentwurf und -ausführung, werden zerstört.
XII vollständig
verwüstend
Nahezu alle Konstruktionen werden zerstört.

Richterskala:

1935 entwickelte der US-Seismologen Charles Francis Richter (*1900, +1985) ein Verfahren zur Bewertung der Stärke (Magnitude) von Erdbeben. Als Maß für die Stärke wählte er den Ausschlag eines fiktiven Seismographen, der in einer Entfernung von 100 km vom Erdbebenzentrum (Epizentrum) aufgestellt ist. Tatsächlich sich ereignende Erdbeben werden dann auf diese Standardsituation umgerechnet.

Die Richter-Skala ist nicht linear sondern logarithmisch zur Basis 10: Die jeweils nächst höhere Stufe entspricht einer 10-mal größeren Erdbebenstärke: ein Beben der Stufe 4 z.B. ist 10/100/1000 mal so stark wie ein Beben der Stufe 3/2/1.

Aus geophysikalischen Zusammenhängen folgt, dass die bei Erdbeben freigesetzte Energie sogar exponentiell zur Basis 32 wächst: Von einer Stufe zur nächsten entlädt sich jeweils 32 mal mehr Energie: Die freigesetzte Energie z.B. auf Stufe 4 ist 32/32²/32³, also 32/1024/32768 mal so groß wie die Energie auf Stufe 3/2/1.

Die Richter-Skala ist zwar prinzipiell nach "oben offen". Mehr als der Wert 10 ist aber nicht realistisch: bei dieser Stärke müsste ein ganzer Kontinent aufreißen. Bei Stärke 100 würde rein rechnerisch soviel Energie freigesetzt, dass die ganze Erdkugel zerbrechen müsste.

Der höchste bisher gemessene Wert auf der Richter-Skala beträgt 9,5, festgestellt beim Seebeben 1960 im Pazifik vor der Küste Chiles.

 

Mercalli-Skala (nicht mehr in Gebrauch)

Die bis 1935 übliche Mercalli-Skala (benannt nach dem italienischen Vulkanologen Giuseppe Mercalli (1850-1914)) teilte Erdbeben in 12 Stufen ein: von unmerklichen, nur seismographisch registrierbaren Erdbeben (Stufe 1) bis zu verheerenden Katastrophen (Stufe 12). Da sich aus den Wirkungen und Folgen eines Erdbebens jedoch nur sehr ungenau die eigentliche Stärke ableiten lässt, entwickelte Richter das neue meßtechnisch eindeutige Verfahren, das mit Verbreitung der modernen Seismographen möglich wurde.

 

 

Mercalli-
Stufe
Beschreibung der Erdbebenfolgen Richter-
Skala
I
Unmerklich, nur durch Instrumente nachweisbar
1
II
Kaum merklich
2
III
Von einigen Menschen bemerkt
3
IV
Von den meisten Menschen im Umkreis von 30 km bemerkt,
spürbar in Häusern, kleine Schäden möglich
4
V
Menschen werden im Schlaf aufgeweckt, Bäume und Masten beginnen zu schwanken.
5
VI
Möbel können sich verschieben, leichte Schäden
5,3 - 5,9
VII
Leicht gebaute Häuser können schwer beschädigt werden. Menschen geraten in Panik und laufen aus den Häusern, leichte Schäden auch an massiven Bauwerken. Todesopfer in dicht besiedelten Regionen wahrscheinlich
6,0 - 6,9
VIII
Verbreitete Zerstörungen von Gebäuden, leichte Schäden auch an "erdbebensicheren" Gebäude und Anlagen. Felsen stürzen ein, Erdrutsche treten auf.
7,0 - 7,3
IX
Allgemeine Gebäudezerstörungen, Fundamente verschieben sich, im Erdboden erscheinen erkennbare Risse.
7,4 - 7,7
X
Verwüstungen, katastrophenartige Zerstörungen, breite Risse im Erdboden, die meisten Gebäude zerstört.
7,8 - 8,4
XI
Alle Gebäude zerstört, landschaftsverändernde Zerstörungen, breite Spalten im Erdboden und in Straßen.
8,5 - 8,9
XII
großflächige verheerende Katastrophe
ab 9

Vorsorge + Verhaltensmassnahmen bei Erdbeben:
>Veroeffentlicht vom IGN (Instituto Geográfico Nacional de España)<







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